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                       Kamelien im Garten

Eine nicht unbeträchtliche Anzahl botanischer Gärten, sowie auch Privatpersonen über
ganz Deutschland verteilt, haben gute Erfahrungen mit ihren Kamelien im Freien gemacht.
Die Auflistung geeigneter Gartenkamelien stellt sich weitaus umfangreicher als folgend
dar, dennoch beschränken wir uns auf Sorten, die an vielen deutschen Plätzen über Jahre gute Überwinterungsergebnisse brachten.
 

Camellia japonica:

Alba simplex                    Adolph Audusson           Berenice Boddy           Blood of China
Collettii                            Donckelarii                     Elegans                      Eximia
Flame                              Glen 40                         Grand Prix                  Hagoromo
Hatsuwarai                       Hiodoshi                        Mathotiana                  Noblissima
Oki no nami                     Rubescens Major            Rubra Simplex            Shiro Botan
Tricolor                            Mrs. Tingley

 
Camellia x Hybriden

Boven Bryant                    Brigadoon                       Black Lace                  Cornish Snow
Debbie                             Daintiness                       Donation                     Elegant Beauty
Freedom Bell                    Frost Prince                    Mary Phoebe Taylor     Sayonara
Spring Festival                  Waterlily


Die Frage nach der härtesten Kamelie für den Garten läßt sich nicht beantworten.
Die besten Voraussetzungen für eine optimale und zukunftsträchtige Überwinterung
folgen hier in stichwortartigen Punkten:

1. Kamelien-Einkauf: möglichst nördlich der Alpen = langsamer herangewachsen, daher
    widerstandsfähiger im Holz und somit auch an unsere Jahreszeiten angepaßt.
    Für Freilandpflanzung nie jünger als vier Jahre wählen. 

2. Der zugedachte Gartenstandort sollte für die Winterzeit (ca.1.1.-30.3.) immer beschattet
    sein, bzw. zumindest am Vormittag nie die Sonne zulassen; gleichzeitig den trocknenden
    Winterostwind verhindern.

3. Vor jeder Pflanzung die Gartenbodenverhältnisse überprüfen, Staunässe und alkalische                     Untergründe ausschließen. Kamelien lieben einen leicht sauren (pH-Wert 5.5) durchlässigen
    waldhumusähnlichen Boden, der gegebenenfalls geschaffen werden muss. 
    Wo Rhododendron gut gedeihen, sind Kamelien ebenfalls gut aufgehoben.

4. Keine  Kamelie vor dem 16. März und nach dem 30. Juli pflanzen. Nur in den Gartenboden 
    eingewurzelte Kamelien haben gute Überwinterungschancen.

5. Flach pflanzen, das vorbereitete Pflanzbett ist mit 50 cm tief genug; die Weite des Pflanzloches
    richtet sich nach dem Umfang des Wurzelballens.(ab 40 cm Durchmesser bis....) Kamelien
    sind Flachwurzler und bilden einen ähnlichen Wurzelballen aus wie Rhododendron, auch 
    lassen sie sich nach Jahren noch schadlos verpflanzen, sogar während der Blütezeit.

6. Bei jeder Neupflanzung im Garten kaum oder besser ungedüngte Erden verwenden.
   Bei zukünftigen Düngungen nach dem 1. Pflanzjahr genau wie mit Rhododendron verfahren.

Zur Zeit haben wir sechs verschiedene Kamelien ausgepflanzt. Mrs. Tingley, Black Lace, Oki no nami, Hagoromo, C.M.Hovey und eine weitere, bei der wir den Sortennamen nicht kennen. Alle haben die letzten Winter sehr gut überstanden, wobei man zugeben muss, dass diese nicht sehr streng waren. Als Winterschutz hat sich für uns die Schilfrohrmatte bewährt. Diese wird als Schutz um die Kamelien gestellt. Sie lässt der Pflanze genug Luft um zu verhindern, dass sich unter der Matte zuviel Feuchtigkeit sammelt und es schimmeln könnte. Gleichzeitig ist sie jedoch dicht genug, um die kalten Winde abzuhalten und die Pflanze vor Erfrierungen zu schützen. Den Wurzelballen schützen wir mit angehäuftem Laub.

Pflegetips für Kamelien im Topf

In normal beheizter Wohnung können Kamelien ihre Blüten nicht entfalten. Ausnahmen bilden unbeheizte Räume oder Räumlichkeiten, die eine Mindestluftfeuchte von 60% während der Blütezeit bieten (Wintergärten). Je heller der Standort, desto intensiver die Blütenfarbe. Viel Licht und Sonne im Sommerhalbjahr verhilft zu gutem Blütenknospenansatz.

Eine Düngung mit nahezu allen handelsüblichen Blumendüngern ab Blattneuaustrieb bis einschließlich Juli im wöchentlichen Rhythmus ist sinnvoll. Die gewohnte oder angegebene Dosis muss jedoch halbiert werden. Alle zwei Jahre sollte umgetopft werden. Häufiger jedoch nicht, da sonst schlechter Knospenansatz zu befürchten ist. Als Substrat sollte man humusreichen Kompost, schwachgedüngt, pH-Wert ca. 5,5 oder Einheitserde P verwenden.

Beim Gießen ist auf gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe zu achten. Tägliches Einsprühen oder Abbrausen mit weichem lauwarmen Wasser hält Knospen und Wurzelballen gleichmäßig feucht. Leitungswasser darf bis 10° dH haben, sonst Regenwasser verwenden.

Ein Stutzen oder Zurückschneiden möglichst vermeiden, da es immer auf Kosten der Blütenknospentriebe für das Folgejahr geht. Gibt es durchgewachsene Triebe, ist deren Stutzen unumgänglich, da sonst die Pflanzenform leidet. Jegliches Schneiden hat im Sommerhalbjahr zu erfolgen.

Standortwechsel oder Drehen ist beliebig oft zu vollziehen, vorausgesetzt ist ein ausreichend kühler Raum; im Winter unter +15° C. Nur selten treten Schädlinge oder Krankheiten bei Kamelien auf. Schildläuse werden am sichersten mit Sommeröl Para Sommer 2%ig tropfnass gespritzt. Pilzkrankheiten können durch gleichmäßige Kulturführung ( keine stauende Nässe) am leichtesten vermieden werden.

Nach den Eisheiligen kann die Kamelie ins Freie an einen hellen -aber nicht an einen zu sonnigen -Platz gestellt werden oder mit dem Topf im Garten eingraben werden. Massiver Knospenfall entsteht meistens durch Pflegefehler, die schon Wochen oder Monate zurückliegen können. Hauptursache ist anhaltende Trockenheit der Luft und / oder des WurzelbaIlens. Sobald härtere Fröste drohen, die Pflanze an einen kühlen Ort mit möglichst hoher Luftfeuchtigkeit einräumen.